Eine seltsame Zusammenstellung...
• • • • •   (bewertet mit 3 von 5 Punkten)

Edgar Allan Poe einer der bedeutendsten amerikanischen Schriftstellern, verfasser von unzähligen Kurzgeschichten, Erzählungen, Gedichten und einem Roman, gilt zurecht als "literarturklassiker".
Viele seiner Werke sind heutzutage noch präsent, wirkten stilprägend oder sind stilistisch sehr hochwertig.
Er ist bekannt für seine hochwertigen Gruselgeschichten (sein Gedicht der rabe als berühmtestes Beispiel) und er zählt als miterfinder der Detektivgeschichte.

So kann es nicht schaden etwas von Poe im Bücherregal stehen zu haben.
Dieses Buch bringt uns zwei seiner bekanntesten Geschichten:
Die (Doppel)Morde in der Rue Morgue und Der Untergang des Hauses Usher.

Die erste geschichte ist ein Detektivroman, indem ein unglaublich begabter Mann, den Fall eines grausamen Doppelmords an zwei Frauen aufklärt, den die Polizei schon als unlösbar zu den akten gelegt hat.
Der zweite ist dann typisch Poe eine erschreckende, bedrückende Geschichte eiens alten Adelshauses, und wie dieses letzten endes (auf erschreckende art und weise) zugrunde geht.

Besonders faszinierend an der Kriminalgeschichte fand ich die einleitung poes, die mit der geschichte noch nichts zu tun hatte, und die beschreibung des detektives, das rätsel an sich und seine aufklärung, so geistreich dies auch geschehen ist, finde ich literarisch nicht hochwertig, es ist eine ganz normale detektivgeschichte (mit zugegeben paradoxen elementen), die nur deshalb heutzutage bekannt ist, weil Poe sie eben gut umsetzten konnte.
Ich persönlich kann das Genre des Kriminalromans, nicht in die "Weltliteratur" aufnehmen, zu der Poe allerdings gehört, deshalb gibt es keien sehr gute bewertung für diese Geschichte.

Die zweite Geschichte ist hier schon deutlich anspruchsvoller, der untergang des hauses usher ist eine typische Poe'sche Schauergeschichte, auf hohem Niveau verfasst mit einer tiefgehenden Deutungsmöglichkeit und einer starken Symbolik( der untergang des Hauses Usher einmal als Untergang des adelshaus und einmal als untergang des Wohnsitzes, der dieses am ende noch farbenprächtig zeichnet, ist einfach genial),
insofern ist diese geschichte durchaus "Weltklasse".

Warum aber stellt man diese beiden Inhaltlich und vom niveau her deutlich unterschiedlichen Geschichten in ein Buch zusammen?
Vielleicht um einen etwas größeren Überblick über Poes Werk zu bekommen (aber zwei Geschichten von seinem riesigen werk, schaffen dies wohl nie), dennoch finde ich hätte man sich hier auf einen Kategorie entscheiden können, den Poe hat noch weitere Kriminalgeschichten und auch weitere Schauergeschichten verfasst.

Der Untergang des Hauses Usher erhält von mir ehrliche 4 **** (im Vergleich zu anderen klassikern der weltliteratur wohlgemerkt)
Die Detekivgeschichte kann ich vor diesem Hintergrund eigentlich gar nicht bewerten,stilistisch natürlich auch nicht schlecht, aber nicht umwerfend (eine detektivgeschichte eben) gebe ich einfach einmal 2 ** (im Vergelich zu anderen Klassikern der Weltliteratur wohlgemerkt!).

Zusammen sind wir also bei soliden 3 ***

Trotz des günstigen Preises und des schönen Covers, empfehle ich, sich eine umfangreichere Sammlung von Poe zu hohlen, denn zwei Geschichten für 3 Euro sind zwar günstig aber dennoch dürftig.
Eine Rezension von P.A. "P_A." >
vom 19. Mai 2009
Kundenrezensionen:
2. Anders als erwartet.
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